, Lars Peters

Reisegruppe Kraichgau - Unsere Triathlon-Abteilung mit einem tollen Wochenende im Kraichgau

Beim 10-jährigen Jubiläum des Ironman 70.3 Kraichgau starteten 11 Trias über die 70.3-Distanz und die Olympische Distanz

Mit einer großen Triathlon-Delegation reisten wir am 30/31. Mai 2026 ins „Land der 1000 Hügel“, (so wie die Region Kraichgau beworben wird) und erlebten hier gemeinsam das 10-Jährige Jubiläum dieses Ausdauer-Spektakels, bei dem wie immer Profis und Breitensportler gemeinsam den Wettkampf bestreiten.

Freitags bzw. samstags war unser Anreisetag. Wir konnten alle in der Nähe des Zielortes Bad Schönborn noch ein bezahlbares Hotel oder eine Ferienwohnung finden. Am Samstagmorgen war zunächst Treffpunkt zur Anmeldung, Abholung der Startunterlagen, Wettkampfbesprechung und Abgabe der Wechselbeutel in Wechselzone 2 (Rad zu Lauf-Wechsel) in Bad Schönborn. Nachmittags stand der Bike-Check-In auf dem Programm. Hierzu fuhren wir unsere Räder zum 8 km entfernten Hardtsee nach Ubstadt-Weiher in die Wechselzone 1 (Wechsel Swim zu Rad), wo wir am nächsten Morgen unseren Wettkampf mit einem kühlen Bad beginnen sollten.

Nachdem wir alle unsere triathletischen Pflichten erfüllt hatten, machten wir bei Waffeln und isotonischen Getränken eine Pause am See und schauten noch kurz den Triathlon-Bundesliga-Wettkampf der Frauen an. Den durch die Hitze für alle anstrengenden Tag ließen wir abends beim Italiener ausklingen.

Wettkampf-Tag – Race Day

Was stand uns nun am Wettkampftag bevor?

Die „Mitteldistanz“, der „Half-Ironman“ oder „IM 70.3“ sind verschiedene Begriffe, die aber alle ein Format beschreiben: 1,9 km Swim-90 km Rad-21,1 km Laufen. 1,9+90+21,1 km = 70,3 Meilen. Daher 70.3. Lässt sich wohl besser vermarkten als „IRONMAN 113 KM“.

Bei der Olympischen Distanz werden die Distanzen absolviert, die bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney erstmals als Wettkampf ausgetragen wurden: 1500 m Swim – 40 km Rad – 10 km Laufen. Im Kraichgau ein Fall für unsere „Remhöfe“, Janina und Christian.

Mehr oder weniger gut ausgeschlafen fanden wir uns am Wettkampfmorgen am Hardtsee ein. Ab in die Wechselzone, letzte Checks am Fahrrad, Trinkflaschen ans Rad, Luft auf die Reifen, noch zwei, drei Gels zum Frühstück und allerlei Stoffwechsel-Geschäfte: so ein Triathlet hat alle Hände voll zu tun.

Nachdem das alles erledigt war, quetschte sich jeder in seinen Neopren-Anzug, Badekappe und Brille auf und rein ins „kühle“ Nass zum Einschwimmen und Wässern. Bei knapp 24 Grad Wassertemperatur fror aber niemand.

Um 8:15 Uhr startete das Profifeld. Im Anschluss folgten knapp 2500 Altersklassen-Athleten, darunter wir, die Laufprojekt-HeldInnen im schicken Neo und roter Badekappe.

Jeder sortierte sich im passenden Zeitkorridor vor dem Startbogen ein: einige bei 35-40 Minuten Schwimmzeit, andere etwas weiter hinten. Beim Schwimmen wurden dann im Rolling-Start-Modus alle 3 Sekunden 4-5 Schwimmer auf die Strecke gelassen.

Je näher der Startbogen kam, desto nervöser wurden wir. Dann wurden auch wir nach und nach ins Wasser entlassen. Schwimmen im See mit so vielen anderen Athleten war für uns alle etwas mehr oder weniger herausfordernd. So brauchten wir etwas, bis wir alle reinkamen und unseren Rhythmus fanden. Die vor uns liegenden 1,9 km haben wir dann alle mit tausenden anderen, mehr oder weniger schwimmend bewältigt.

Nach 38-60 Minuten erreichten alle unsere Triathleten locker innerhalb der Cut-off-Zeit wieder festen Boden unter den Füßen. Das war ein super Auftakt und ein gutes Gefühl, den schwierigsten Teil schon geschafft zu haben.

Nach dem Wasser ging es in die Wechselzone 1: Viel Betrieb, zwischen hunderten anderen Athleten, Neo aus, Radschuhe & Helm & Brille an, Startnummer nicht vergessen and dann ab aufs Rad und 90 km durch das wellige, aber sehr schöne Kraichgauer Land. Eine anspruchsvolle Radstrecke, mit vielen knackigen aber nicht allzu langen Anstiegen. Die Strapazen der zweiten Disziplin wurden aber durch Stimmungsnester auf der Strecke, kleinen Festen und Partys gelindert und machten das Radfahren zu einem kurzweiligen „Vergnügen“.

Die Radstrecke endete in Bad Schönborn vor der Wechselzone 2. Jetzt folgte die nächste Herausforderung: Absteigen und in die Laufbewegung wechseln. Das fühlt sich zunächst wie „Laufen auf Eiern“ an.

In der Wechselzone wieder allerlei zu tun für uns Dreikämpfer: Rad am richtigen Platz einhängen, zum Wechselbeutel laufen, Helm, Schuhe aus, Laufschuhe an, Beutel einhängen (vielleicht kurz Dixi), kurz ein Gel naschen und los gings zur letzten Disziplin: einen Halbmarathon bei schwülheißen 29 Grad laufen.

Es gab einen stimmungsvollen, von tausenden Zuschauern gesäumten Rundkurs von 7 km, der dreimal zu absolvieren war, bevor es am Ende der letzten Runde rechts auf die Zielgerade ging.

Auf der Laufstrecke machten sich dann für alle die Anstrengungen der beiden ersten Disziplinen, aber auch die schwüle, stickige Luft bemerkbar.

 

Olympische Distanz mit Janina und Christian

Neben der halben IM-Distanz fand am Sonntagmittag auch der Wettkampf über die Olympische Distanz statt. Hierfür waren Janina und Christian gemeldet und gaben Ihr erfolgreiches Debüt.

Wegen eines kurzen Gewitters wurde der Start hier auf 14:15 Uhr verlegt. Unsere beiden Remhöfe absolvierten die 1500 m in tollen Debützeiten von 31 und 40 Minuten. Also alles locker in der Karenzzeit und alle Sorgen die geforderte Schwimmzeit nicht zu schaffen umsonst. Janina half sogar noch einer in Not geratenen Athletin. Toll!!

Nach der Schwimmeinheit wurden auf der gleichen Rad-Strecke des 70.3-Wettkampfs 40 km absolviert, bevor es auf eine 5 km-Laufrunde durch Bad Schönborn ging, die Christian und Janina zweimal laufen mussten und schließlich auch den verdienten Applaus und Jubel beim Zieleinlauf über den roten Teppich genießen konnten.

Und das war das Ziel aller Laufprojekt-Träume an diesem Tag: Der rote Teppich und der Zieleinlauf durch den IM-Bogen ❤️

Was das allen bedeutete, kann man auf den Fotos oben sehen: Strahlende Gesichter, Stolz, Freudentränen, das Gefühl es geschafft zu haben, obwohl das Monate vorher noch nicht vorstellbar war.

Nach dem Schwimmtraining im Winter, den zahllosen Laufeinheiten und Radausfahrten, wurde die kühne Idee in die Tat umgesetzt. Alle erreichten gesund und glücklich das Ziel. Das hat richtig Spaß gemacht.

Wir möchten hier besonders unsere Rookies und Debütanten noch einmal anerkennend erwähnen: Das habt Ihr wirklich super gemacht und Ihr könnt stolz auf Euch sein.

Unsere Debütanten über IM 70.3:

Gina, Felix, Tobias, Sebastian, Thomas, Stefan Benz

Unsere Debütanten über den olympischen Triathlon:

Janina und Christian Remhof

Erfahrene, bereits chronisch infizierte Triathlon-Teilnehmers im Kraichgau:

Ramona, Denise, Lars

Ein besonderer Dank geht noch an das Supporter-Team Lilo und Melanie, die einen genauso anstrengenden Tag hatten, da sie von Beginn an an der Strecke waren. Wer schonmal supported hat, weiß, dass das genauso anstrengend sein kann, wie selbst mitzumachen. Schön, dass ihr für uns da wart, das gab Kraft! 💪

Die Reisegruppe Kraichgau hat ein sehr schönes und erfolgreiches Wochenende erlebt, viele Eindrücke gesammelt und viele tolle Erinnerungen mit nach Hause genommen. Wir wissen was das bedeutet: Wahrscheinlich wird sich auch der Triathlon-Virus weiter in unserem Verein ausbreiten.

Macht aber nix. Therapeutische Maßnahmen sind bereits geplant:

IRONMAN 70.3 Zell am See-Kaprun | IRONMAN

Eure Reisegruppe Kraichgau hofft, dass sich nach Umbenennung in „Reisegruppe Zell am See“ noch weitere Infizierte finden, die uns 2027 nach Österreich zum nächsten Betriebsausflug begleiten.

😊